Modellbau im abrissgefährdeten Ladenlokal

Die initiative.umbau bei der Winterschool „Neuen Juwelen“ in der Kölner Innenstadt.
Nach einer ruhigeren Winterphase meldet sich die initiative.umbau mit neuen Aktivitäten zurück. Im Rahmen des von der Baukultur NRW initiierten und begleiteten Projekts „Neue Juwelen“ beteiligte sich die initative mit einem Workshop in einem leerstehenden zum Abriss freigegebenen Gebäude in der Kölner Innenstadt.
Das Projekt „Neue Juwelen“ verwandelte vom 2. bis 7. März zwei leerstehende Ladenlokale temporär in Materiallager, Werkstatt und Vermittlungsorte. Durch Workshops, Ausstellungen und Führungen wurde die Öffentlichkeit eingeladen, den Gebäudebestand als Ressource neu zu entdecken. Während der Projektwoche erfolgte ein möglichst schonender Ausbau der Materialien, ihre Sortierung sowie ihre Präsentation als „Neue Juwelen“. Ziel war es, sowohl den praktischen Umgang mit dem Bestand zu erproben als auch den Wert von Materialien und ihre Wiederverwendung sichtbar zu machen.

Die initiative.umbau legte bei ihrem Workshop den Schwerpunkt auf den Wert der bestehenden, vom Abriss bedrohten Gebäude und auf die großen Potentiale für Umbau, die in der verbauten Struktur bereits angelegt sind.
Ausgangspunkt des Workshops war ein großes Modell der abrissgefährdeten Gebäude, aus genau den ausgebauten Materialien des reellen Gebäudes bestand. Im ersten Teil wurden für diesen Zweck Materialien direkt vor Ort gesammelt, gesichtet, sortiert und teilweise aufbereitet. Stück für Stück entstand aus ausgebauten Holzplatten, Parkett, Lüftungsrohren und Fliesen ein etwa 1.50×1.50 Meter großes Modell, das die Struktur des Bestands aufgriff und räumlich nachvollziehbar machte.
Die initiative.umbau legte bei ihrem Workshop den Schwerpunkt auf den Wert der bestehenden, vom Abriss bedrohten Gebäude und auf die großen Potentiale für Umbau, die in der verbauten Struktur bereits angelegt sind.
Ausgangspunkt des Workshops war ein großes Modell der abrissgefährdeten Gebäude, aus genau den ausgebauten Materialien des reellen Gebäudes bestand. Im ersten Teil wurden für diesen Zweck Materialien direkt vor Ort gesammelt, gesichtet, sortiert und teilweise aufbereitet. Stück für Stück entstand aus ausgebauten Holzplatten, Parkett, Lüftungsrohren und Fliesen ein etwa 1.50×1.50 Meter großes Modell, das die Struktur des Bestands aufgriff und räumlich nachvollziehbar machte.
Um den wertvollen bestand sichtbar zu machen wurde das bewusst roh belassene Modell am Samstag auf einen verschiebbaren Sockel, der ebenfalls aus gesicherten Materialien des realen Gebäudes besteht, montiert und in den öffentlichen Raum auf der Hohe Straße direkt vor dem Gebäude platziert. Das Modell diente als Gesprächsanlass, um mit Passant*innen über den Umgang mit Bestandsgebäuden, die Folgen von Abriss und die Möglichkeiten des Weiterbauens ins Gespräch zu kommen.
Auch andere Programmpunkte griffen ähnliche Perspektiven auf. Die Ausstellung „Hässliche Häuser“, entwickelt von Bachelor Studierenden der PBSA Düsseldorf unter der Leitung von Clara Grothkopp (Lehrbeauftragte PBSA und Vorstand initiative.umbau e.V.), bespielte einen Teil des leerstehenden Ladenlokals. Die Arbeiten, entstanden im Kurs „Ausstellungsarchitektur“, näherten sich dem Thema aus einer kritisch-reflektierenden Haltung: Sie hinterfragten nicht nur den gesellschaftlichen Umgang mit Bestandsgebäuden, sondern auch die Rolle der Architektur selbst und ihre Wahrnehmung außerhalb fachlicher Diskurse.

Die Koordination des Materialausbaus übernahm Conrad Risch (Baukreisel / initiative.umbau).
Das Kollektiv „Au Repair“ bespielte das Ladenlokal des ehemaligen Juweliers und präsentierte dort einen Teil der ausgebauten Materialien.
Über Baukultur NRW und Lillith Kreis bekamen Passant*innen und andere interessierte während der Laufzeit des Projektes die Möglichkeit ausgebaute Materialien zu erhalten.
Ein großer Teil der geborgenen Materialien wird künftig im Rahmen eines Umbaus des Club-Kollektivs „Krakele“ weiterverwendet. Für die bauliche Weiterverarbeitung verantwortlich ist Oli Hofer (stellvertretender Vorstand initiative.umbau und Krakele).
Danke an alle Helfer*innen und an Baukultur NRW für die Einladung.
Wir freuen uns auf kommende Aktionen dieses Jahr.




